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Synthetische Schmucksteine

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Synthetische Schmucksteine werden in einem Labor von Technikern hergestellt, um ihrem natürlichen Gegenstück zu ähneln und den menschlichen Einfallsreichtum zu symbolisieren, der eine schöne Hommage an das Wunder der Natur und des technischen Fortschritts darstellt.

Synthetische Schmucksteine haben viele Namen: Laborsteine, künstliche Steine, Kunststeine, Imitation und Nano-Steine. Synthetische Schmucksteine sind alle Steine, die nicht über Jahrtausende in der Natur geformt wurden, sondern in einem Labor über einen kurzen Zeitraum hergestellt wurden, um ihrem natürlichen Gegenstück zu ähneln.

Warum synthetische Steine?

Synthetisch hergestellte Steine haben zwar nicht die gleiche traditionsreiche Geschichte und den Hauch von Romantik wie Natursteine, aber sie bieten dennoch mehrere Vorteile. Synthetische Schmucksteine sind preiswerter als natürliche Steine. Ihre Entstehung ist vollständig rückverfolgbar, weil sie in Labors hergestellt werden. Sie enthalten keine Einschlüsse, wie sie in Natursteinen vorkommen. Außerdem zeigen sie weniger Farbabweichungen (obgleich bei hell gefärbten Schmucksteinen, wie rosa- und violett, Abweichungen möglich sind), wodurch der Materialabfall deutlich reduziert wird. Es ist wichtig, dass synthetisch hergestellte Steine immer nach ihren eigenen Maßstäben beurteilt werden. Sie sind kein Ersatz für Natursteine, sondern spiegeln die Achtung des Menschen vor ihrer einmaligen Schönheit wider. Sie können in so großen Mengen geliefert werden, dass sie für die Herstellung von Schmuck in großem Stil ausreichen. Darum kann Pandora so faszinierenden Schmuck herstellen, der sonst für durchschnittliche Kunden nicht erschwinglich wäre.

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Synthetische Steine haben im Gegensatz zu Natursteinen einheitliche Farben.

Materialien & Methoden

Synthetische Steine haben fast alle chemischen, optischen und physikalischen Eigenschaften mit ihren natürlichen Gegenstücke gemeinsam und können auf Bestellung in einheitlicher Farbe und Kristallform hergestellt werden. Sie sind auch weniger selten als natürliche Steine in der gleichen Größe, Reinheit und Farbtiefe. Das Sortiment an synthetischen Steinen von Pandora enthält Varianten von synthetischem Rubin und synthetischem Saphir sowie verschiedene Farbvarianten von synthetischem Quarz. Wir fügen unseren Steinbeschreibungen den Begriff „synthetisch“ hinzu, um zu verdeutlichen, dass sie im Labor und nicht auf natürliche Weise erstanden sind. Synthetische Kristalle werden seit dem späten 19. Jahrhundert hergestellt und sind das Ergebnis von drei Hauptmethoden:

DAS FLAMMEN-
SCHMELZVERFAHREN (VERNEUIL-VERFAHREN):

1902 entwickelte der französische Chemiker Auguste Verneuil das Verneuil-Verfahren (Flammenschmelzverfahren), um synthetische Rubine zu züchten. Bei diesem Verfahren werden pulverisierte Chemikalien in einem Hochtemperatur-Brenner geschmolzen und fallen dann auf ein rotierendes Gestell, wo sie den synthetischen Kristall bilden. Diese Methode wird auch noch heute angewendet und stellt das übliche Verfahren zur Herstellung von synthetischen Rubinen und Saphiren sowie synthetischem Spinell dar.

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FLUSSMITTEL-VERFAHREN (LÖSUNGSVORGANG):

Mit dem Flussmittel-Verfahren werden synthetische Rubine, Saphire und Smaragde hergestellt. Das Flussmittel ist ein metallischer Feststoff, in dem sich andere Materialien lösen, wenn er geschmolzen ist. Dieser Vorgang ähnelt dem Lösen von Zucker in Wasser. Beim Abkühlen der chemischen Lösung bildet sich der synthetische Kristall.

HYDROTHERMAL-VERFAHREN:

Das einzige bekannte Verfahren zur Herstellung von synthetischem Quarz, wie synthetischem Amethyst, ist das Hydrothermalverfahren, ein aufwändiger und kostspieliger Prozess, der Hitze und Druck erfordert und die Bedingungen tief in der Erde reproduziert, unter denen natürliche Edelsteine gebildet werden. Nährstoffe werden zu einer Wasserlösung gegeben und gelöst. Beim Abkühlen der Lösung beginnen sich die synthetischen Kristalle zu bilden.

ACHTUNG!

Ultraschallreiniger sollten bei synthetischen Steinen mit Vorsicht verwendet werden, da die Ultraschallwellen nachteilige Auswirkungen auf Steine haben können, die wärmebehandelt wurden, um Farbe hinzuzufügen, und die Fassung oder den Stein selbst beschädigen können.

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RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Aus rechtlichen Gründen und zur Vermeidung der Irreführung von Kunden ist es sehr wichtig, dass alle Steine, die in die Kategorie synthetisch hergestellte Steine gehören, nicht einfach als „Edelsteine“ bezeichnet werden, sondern immer als „Schmucksteine/synthetische Steine".

Bei synthetischen Steinen, die auch ein natürlich vorkommendes Gegenstück haben – wie der synthetische Rubin, der synthetische Spinell, der synthetische Hämatit und der synthetische Saphir – darf die Bezeichnung „synthetisch" (oder ähnliche Wörter wie „künstlich" oder „gezüchtet") niemals ausgelassen werden. Würde man dies tun, könnte der Kunde den Eindruck erhalten, einen natürlichen Edelstein zu kaufen.